Lehrmeister Corona – Wie uns eine Pandemie ermutigt, neue Wege zu gehen

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Management Garden Team

23. Juni 2020
7 Minuten

Impulse und Reize, sei es von innen oder außen, können Einfluss auf unsere Denkweisen haben – zu allen möglichen Themen, sei es privat oder beruflich, mal stärker, mal schwächer. Die Corona-Pandemie als ein externer Impuls hatte, hat und wird einen Einfluss von einer Dimension haben, die wir so bisher vermutlich noch nicht erlebt haben.

Wie uns eine Pandemie ermutigt, neue Wege zu gehen

Genau dieses latente Gefühl gepaart mit einer riesigen Tragweite, konnten wir aus den drei Einführungsworkshops unserer Workshopserie „Was wir von der Corona-Krise für die Zukunftsfähigkeit unserer Organisationen lernen können“ ableiten. Wir konnten lernen, dass mit dem unerwarteten Eintritt von Corona zwangsläufige Veränderungen einhergingen – zum Teil von gravierendem Ausmaß. Nichtsdestotrotz ist bei vielen eine allgemein positive Erleichterung zu vernehmen, dass die Welt sich weiterdreht und das Leben und die Arbeit ja doch in größten Teilen funktioniert.

Genau diese Erleichterung ebnet den Weg für viele Menschen und Unternehmen, die eigene Einstellung zu Veränderungen neu zu überdenken. Trotz des Rückschlages und der gefühlten Ohnmacht an viele Stellen ist ein Mut entstanden und wurde ein innerer Widerstand überwunden, die das Vertrauen in die Veränderungs- und Zukunftsfähigkeit von Menschen und Unternehmen gestärkt haben. Wie nachhaltig diese Krise auf die Veränderung unserer Denkweisen einwirken wird, wird sich noch zeigen müssen. Es lässt sich aber feststellen, dass sich was bei der Einstellung zur Arbeit und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen, getan hat.

Aufgrund der veränderten Marktsituation sind alle derzeit gefordert, die bestehenden Arbeitsweisen der neuen Situation anzupassen. Die einen können ins Homeoffice umziehen, die anderen müssen ihren Arbeitsplatz modifizieren. Insgesamt kristallisieren sich überall neue Arbeitsroutinen und -strukturen heraus. Es ist jedoch wichtig, dass wir in dieser Zeit Lerngewohnheiten und Arbeitsroutinen überdenken und neue Ansätze erproben. Wir befinden uns inmitten eines umfassenden Transformationsprozesses, welcher durch die aktuelle Pandemie massiv beschleunigt wurde.

Welche Weiterentwicklung der Arbeitsweise findet bei Ihnen statt?

Wie sieht das in Ihrem Unternehmen aus? Wie lernen Sie gerade mit dieser Situation umzugehen?

Am 30. April 2020 fanden sich die ersten Teilnehmer genau zu diesen Fragen zusammen In einem sehr vertrauensvollen, aber auch angeregten Austausch wurden in Kleingruppen Erfahrungen und Beobachtungen gesammelt und besprochen. Es kristallisierte sich unter den Teilnehmern heraus, dass …

  • … sich der Koordination- und Kommunikationssaufwand in Form von Meetings erhöht.
  • … mehrere Arbeitsphasen statt ein Arbeitsblock
  • … die Grenze zwischen Arbeit und Privatem stark verschwimmt.
  • … die Selbstverantwortlichkeit enorm steigt (Disziplin, Koordination, Organisation).
  • … die psychische Belastung der Mitarbeiter zunimmt.

Aufbauend auf den gesammelten Beobachtungen wurden in den Kleingruppen weiter Muster extrahiert und Hypothesen aufgestellt. Zum Abschluss wurden alle gesammelten Eindrücke zu Potentialfeldern konsolidiert, in denen es in Zukunft gilt, Veränderungen gewinnbringend zu implementieren.

Auch wenn die aktuellen Auswirkungen der Pandemie so noch nicht da gewesen sind, wird uns allen sehr deutlich vor Augen geführt, dass eine Sensibilisierung für Krisen-Szenarien organisationsweit jederzeit stattfinden sollte. Welche proaktiven Maßnahmen können für so einen Fall entwickelt werden? Wie kann man dem veränderten Konsumverhalten gerecht werden, wenn die ersten Lockerungen eintreten?

Wie können sich Unternehmen an wechselnde Bedürfnisse anpassen?

Egal in welche Richtung sich eine Organisation entwickelt, der Kunde sollte immer im Fokus stehen. Wie verändern sich das Verhalten und die Bedürfnisse der Kunden und wie können Sie als Unternehmen darauf reagieren. Diese Überlegungen und Szenarien sollten jederzeit durchgespielt und angepasst werden.

Werden Sie als Organisation weiter so in Ihrem Netzwerk verortet bleiben wie bisher? Wie werden sich Beziehungen zwischen Organisationen untereinander verändern? Entstehen bei Ihnen Relokalisierungstendenzen, und falls ja, wie werden Sie damit umgehen?

Am 20. Mai 2020 fanden sich auch wieder einige Teilnehmer genau zu diesen Fragen zusammen. In einem sehr vertrauensvollen, aber auch angeregten Austausch wurden in Kleingruppen Erfahrungen und Beobachtungen gesammelt und besprochen. Es kristallisierte sich unter den Teilnehmern heraus, dass …

  • Betriebsabläufe gestört werden.
  • neue Wege der Zusammenarbeit gefunden werden.
  • … die Kommunikation geplanter statt spontaner stattfindet.
  • … konventionelle Angebote digitalisiert werden.
  • … Unternehmen überwiegend adaptieren statt zu innovieren.

Aufbauend auf den gesammelten Beobachtungen wurden in den Kleingruppen weiter Muster extrahiert und Hypothesen aufgestellt. Zum Abschluss wurden alle gesammelten Eindrücke zu Potentialfeldern konsolidiert, in denen es in Zukunft gilt, Veränderungen gewinnbringend zu implementieren.

Krisenzeiten beeinträchtigen immer den Arbeitsfluss. Es entstehen überall unvorhergesehene Brandherde, die es zu löschen gilt. Von Führungskräften werden also Mentalität und Fähigkeiten eines/r Feuerwehrmann/frau erwartet. Ist man mit der Bewältigung von solchen Störfeuern beschäftigt, dann bleibt ein Großteil der eigentlichen operativen Arbeit liegen oder wird versäumt. Besonders die ad-hoc ergriffenen Sofortmaßnahmen in der Corona-Krise sorgen teilweise zwangsläufig dafür, dass andere Aufgabenblöcke liegen bleiben müssen.

Umgang mit Versäumtem

Es stellt sich daher die Frage, wie Organisationen mit Versäumtem umgehen können – gerade dann, wenn ihnen zusätzliche Transformationsvorhaben auf die Füße fallen. Wie werden Aufgaben neu priorisiert und koordiniert? Müssen diese neu bewertet und gegeneinander abgewogen werden? Und wie kann es sein, dass manche Organisationen die Krise meistern, während andere auf der Strecke bleiben?

Anhaltspunkte zur Beantwortung dieser Fragen bietet eine Untersuchung der verschiedenen Ebenen einer Organisation. Denn während die sichtbaren Probleme und Herausforderungen lediglich oberflächlich als Symptome wahrnehmbar sind, sind ihre eigentlichen Ursachen oft viel tiefer versteckt in der Unternehmens-DNA.

Am 03. Juni 2020 fanden sich wieder einige Teilnehmer genau zu diesen Fragestellungen zusammen. In einem sehr vertrauensvollen, aber auch angeregten Austausch wurden in Kleingruppen Erfahrungen und Beobachtungen gesammelt und besprochen. Es kristallisierte sich unter den Teilnehmern heraus, dass…

  • … ein gesunder Pragmatismus gelebt wird (Toleranz gegenüber Versäumten).
  • … Aufgaben und Geschäftsfelder neu bewertet werden.
  • digital-strukturelle Versäumnisse offen gelegt wurden.
  • Verschlankungs- und Konzentrationstendenzen eintreten.
  • … ein risikosensibler Kulturwandel einsetzt.

Aufbauend auf den gesammelten Beobachtungen wurden in den Kleingruppen weiter Muster extrahiert und Hypothesen aufgestellt. Zum Abschluss wurden alle gesammelten Eindrücke zu Potentialfeldern konsolidiert, in denen es in Zukunft gilt, Veränderungen gewinnbringend zu implementieren.

Es wird daher spannend zu sehen sein, wie Unternehmen auf diesen Mindset-Shift zukünftig aufbauen und für weitere Veränderungen nutzen. Es bleibt daher abzuwarten und wird sich in den nächsten Jahren zeigen, wie nachhaltig die Corona-Pandemie das Wirtschafts- und Arbeitsleben verändert hat.

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